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Migrationsdienste: "Da bleibt kaum noch Zeit"

Mit den Migrationsdiensten für erwachsene Zuwanderer und mit den Jugendmigrationsdiensten im Kreis Paderborn habe ich mich zu einem Austausch getroffen. Mich interessiert, wie Integrationsarbeit in unserem Wahlkreis aussieht und wo wir besser werden können.

Die Migrationsdienste sind Ansprechpartner für die zugewanderten Menschen in Deutschland, die einen gesicherten Aufenthaltsstatus haben und sich eine Existenz aufbauen wollen. Im Kreis Paderborn sind die Caritasverbände in Paderborn und Büren, der Awo-Kreis- sowie -Bezirksverband, das Deutsche Rote Kreuz, die Diakonie Paderborn-Höxter und In-Via Paderborn Träger derartiger Dienste. Obwohl die Flüchtlingszahlen seit 2016 wieder sinken, steigen die Anfragen für die Migrationsdienste z.B. durch den Familiennachzug stetig. Pro Vollzeitstelle betreut das Team von Martin Strätling etwa 300 Fälle mit ganz vielschichtigen Anliegen und Herausforderungen. Da bleibt für den Einzelnen natürlich kaum noch Zeit. Dabei ist genau diese Zeit so wertvoll und oftmals sogar notwendig, um den Zugewanderten den Einstieg in unsere Gesellschaft zu ermöglichen.

Trotzdem sind Martin Strätling und sein Team hochmotiviert und lassen nicht nach, sich für eine gelungene Integration hier bei uns einzusetzen. Das hat mich sehr beeindruckt. Ich habe deshalb den Wunsch nach mehr finanzieller Unterstützung vom Bund gerne mit nach Berlin genommen.