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Der Pflegeberuf verdient ein besseres Image

Deutschland ist alt, zumindest wenn man sich die Zahlen des Bundesamts für Statistik ansieht. Die Gruppe der über 60-jährigen wächst kontinuierlich und mit ihr auch der Bedarf an Pflegepersonal. Nach der jüngsten Pflegestatistik waren 2015 knapp 3 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig und die Zahl steigt von Jahr zu Jahr.

Und ja, es stimmt: Wir brauchen deshalb dringend mehr Pflegekräfte. Menschen, die sich im Krankenhaus, bei Pflegediensten und in Pflegeeinrichtungen tagtäglich unermüdlich für andere einsetzen und deshalb unsere Anerkennung, vor allem aber gute Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen sowie eine angemessene Bezahlung verdienen. In der vergangenen Legislaturperiode haben wir dafür gesorgt, dass mehr Pflegefachpersonal in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen eingestellt werden kann, die Zahl der zusätzlichen Betreuungskräfte in Pflegeeinrichtungen nahezu verdoppelt wurde, unnötige Bürokratie jedenfalls teilweise abgebaut und die Bezahlung der Pflegekräfte nach Tarif gestärkt wird. Aber all das reicht noch nicht. Mein Gespräch mit den Wohlfahrtsverbänden in Paderborn hat mir das wieder deutlich gezeigt. Die Generalisierung der Ausbildung ist zentral. Mitgenommen habe ich auch den Hinweis, dass Pflegejobs dringend ein besseres Image gebrauchen können.