Paderquellen, Paderborn

Inmitten der Stadt Paderborn sprudelt aus über 200 Quellen die Pader, der kürzeste Fluss Deutschlands. Pro Sekunde werden hier 3.000 bis 9.000 Liter geschüttet. Die fünf Paderarme, die die 200 Quellen aufnehmen, vereinigen sich noch im Stadtzentrum zur Pader, die wiederum bereits nach vier Kilometern in Schloß Neuhaus in die Lippe mündet. Das Wasser der Paderquellen, das während des ganzen Jahres mit einer relativ konstanten Temperatur von 12-14 Grad Celsius aus dem Boden quillt, sorgt im Frühjahr für eine zusätzliche Erwärmung der Luft und lässt die Pflanzen und Bäume im Uferbereich frühzeitig aus ihrer Winterruhe erwachen. In früheren Jahrhunderten waren die Paderquellen eine bedeutende wirtschaftliche Grundlage für die Stadt: Das schnell fließende Wasser trieb nicht nur zahlreiche Mühlen an, sondern war auch unverzichtbarer Bestandteil des Paderborner Bieres, das zu Zeiten der Hanse neben dem Paderborner Brot zu den wichtigsten Exportgütern Paderborns gehörte. Ein ehemaliges Mühlengebäude ist am Zusammenfluss der drei westlichen Paderarme zu sehen.
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