Stadtwüstung, Bleikuhlen und Galmeiveilchen, Lichtenau-Blankenrode
Die ehemalige Stadtburg Blankenrode ist von besonderer archäologischer Bedeutung. Geschichtswissenschaftler bezeichnen das alte Blankenrode als „die prägnanteste Stadtwüstung Mitteleuropas“. Diese wurde Mitte des 13. Jh. auf dem Bergsporn der Südegge als Grenzbefestigung Blankenrode erbaut. Fürstbischof Simon I. von Paderborn und der Abt des Klosters Corvey wollten mit dieser Burg ihren Einflussbereich gegenüber dem Grafen von Waldeck abgrenzen. Der alte Königsweg, genannt Herßweg, führte von West nach Ost durch die Stadt. Heute wird er als Warburger Weg bezeichnet, der an höchster Stelle hier auf dem Kamm der Südegge die Wasserscheide zwischen Rhein und Weser überquert. In der „Benge Fehde“ um 1390 wurde die Stadt zerstört. Nicht minder interessant ist die Bleikuhle. Hier wurde seit dem 13. Jh. bis 1936 Bleiglanz und später Zink abgebaut. Heute sind die Bleikuhle und die Abraumhalden Naturschutzgebiete. Hier wachsen seltene Pflanzenarten wie z.B. das Galmeiveilchen, die „Blaue Blume“ von Blankenrode. Ausgezeichnete Rundwanderwege führen durch das Naturschutzgebiet!