Kloster Dalheim, Lichtenau-Dalheim

Die wechselvolle Geschichte der Klosteranlage Dalheim beginnt mit einer Urkunde aus dem Jahre 1264, dem ältesten schriftlich erhaltenen Zeugnis. Nach dem Niedergang der ersten Ansiedlung und Auflösung des Frauenklosters im Jahre 1369 erfolgte 1429 die Wiederbelebung Dalheims durch die Augustiner-Chorherren des Klosters Böddeken. 1452 wurde Dalheim selbstständig. In den folgenden Jahren entstanden eine neue Kirche und großzügige Konventgebäude. Große Teile dieser spätgotischen Kernanlage sind im heutigen Bestand erhalten. Wirtschaftlich schwer getroffen wurde der Konvent durch den 30-jährigen Krieg, dem die Klosteranlage jedoch in dem folgenden Aufschwung eine tiefgreifende bauliche Umgestaltung verdankt, die ihr Aussehen noch bis heute prägt. Die größte Blüte erlebte das Kloster in der Barockzeit. Die Klosterherrlichkeit fand mit der Säkularisation im Jahre 1803 ein schlimmes Ende. Dalheim wurde zur landwirtschaftlichen Domäne, nicht ohne Substanzverlust und Zerstörungen. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe hat die Klosteranlage 1979 erworben, nach Maßgabe der Denkmalpflege restauriert ist sie heute Sitz des LWL-Landesmuseum für Klosterkultur.
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